14. - 18. April 2021
Vorarlberg

Vorarlberg Museum | Bregenz
Theater am Saumarkt | Feldkirch

Kammgarn | Hard

Spielboden | Dornbirn

Nach 2020 in Wien kehrt das onQ Festival für Jazz & Neue Musik im Jahr 2021 zuerst in Vorarlberg auf die Bühne zurück. Dabei bleibt das Konzept das gleiche:

Im zweiten COVID-19 bedingten Lockdown entstandene Musik, die von Musiker*innen der Österreichischen Jazz & Neuen Musik Szene interpretiert wird.
Ein Versuch des künstlerischen Umgangs mit einer globalen Pandemie.

 
 
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Idee & Konzept

Durch die Ausgangsbeschränkungen und die Stilllegung des sozialen sowie des kulturellen Lebens, ausgelöst durch die COVID-19 Pandemie, brach die Lebensrealität auch für uns Musiker*innen radikal ein. Zudem fiel vom einen auf den anderen Tag ein wesentlicher Teil der Einkünfte komplett aus. Da es alternativlos war ausschließlich an zukünftigen Vorhaben zu arbeiten, diese zu organisieren und zu planen, entstand die Idee eines Konzepts, das die kompositorische und aufnahmetechnische Arbeit in der jetzigen Situation des „Social Distancing“ mit der Präsentation der zu eben dieser Zeit entstandenen Musik im Rahmen eines zweitägigen Festivals verbindet.

Die Einkünfte aus den Verkäufen der Tickets, der Packages und des Doppelalbums werden ausschließlich für die finanzielle Bestreitung des Festivals und die Künstler*innen-Gagen verwendet.
Die Einkünfte aus den Verkäufen der Tonträger gehen in vollem Umfang an die Musiker*innen. Ein geringer Aufschlag pro Tonträger fließt zusätzlich in den Topf zur Finanzierung des Festivals.

Isolation Sessions

 

Konsequent im Sinne des „Social Distancing“ werden Kompositionsideen, -konzepte und -skizzen erarbeitet, fertige Partituren, Stimmen und Pilotspuren an Musiker*innen aus der Wiener Jazz- und Neuen Musik-Szene verschickt und im „Home Office“ aufgenommen.
Die Musik und die Videos sind online gratis zugänglich und als erster Teil, sowie Sichtbarmachung des onQ.20 Festivals zu verstehen und reihen sich damit nicht in eine Reihe diverser gratis Streaming- und Wohnzimmerkonzerte auf überquillenden Social-Media-Kanälen ein.

onQ.20 Festival

 

Das onQ.20 Festival präsentiert in Zeiten der COVID-19 Krise und der damit verbundenen Isolation entstandene Musik innerhalb der dabei formierten Ensembles. 
Die Ensemblegröße ist dabei sehr variabel und reicht vom Trio bis zum Nonett, besetzt mit Musiker*innen aus der österreichischen Jazz- und Neuen Musik-Szene. Darunter sind:

 

Musiker*innen​

Clemens Salesny

Wolfang Puschnig

Martin Eberle

Peter Rom

Astrid Wiesinger

Viola Falb

Sophie Goidinger-Koch

Maiken Beer

Herbert Pirker

Leonhard Skorupa

Michael Prowaznik

Andreas Lettner

Fabian Rucker

Daniel Riegler

Thomas Frey

Daniel Riegler

Michael Tiefenbacher

Tobias Vedovelli

Beate Wiesinger

Ralph Mothwurf

 

About

Durch die Ausgangsbeschränkungen und die Stilllegung des sozialen Lebens ausgelöst durch die COVID-19 Pandemie brach die Lebensrealität für uns Musiker*innen (wie für etliche andere Berufsgruppen) radikal ein. Zudem fiel vom einen auf den anderen Tag ein wesentlicher Teil der Einkünfte komplett aus. 

Deshalb ist in Zusammenarbeit zwischen den beiden Komponisten Tobias Vedovelli und Michael Tiefenbacher ein Konzept entstanden, “Social Distancing” als künstlerisches Konzept umzusetzen. 

Es gibt dabei keinen direkten Kontakt zwischen den Ausführenden. Ideen, Skizzen und Konzepte von einem der beiden Komponisten werden an den jeweils anderen gesendet, der arbeitet die Idee isoliert vom Ideengeber aus und stellt sie fertig.

Diese fertigen Kompositionen wurden und werden an Musiker*innen aus der Wiener Jazz- und Neuen Musik-Szene verschickt und im „Home Office“ isoliert voneinander aufgenommen. Gerade für einen Zugang zur Komposition und zur Musik, dem interaktive Komponenten, Improvisation, musikalische Antizipation und wechselseitige Kommunikation eine große Bedeutung zugeschrieben werden, bedeutet dies eine ganz besondere Herausforderung.

Die aufgenommenen Spuren werden übereinandergelegt, Videos zu den Aufnahmen produziert und somit entsteht zusätzlich zur Vertonung auch ein Video der gefertigten Kompositionen. Diese „Musikvideos“ werden veröffentlicht – nicht jedoch zum Selbstzweck und völlig ohne jegliche weitere Verwendung, so wie es seit einigen Tagen im Sinne der Gratis Streaming- und Wohnzimmerkonzerte in vielerlei Social Media Kanälen passiert, sondern als eigentliches Werbemittel und aufmerksam machen für ein zweitägiges Festival, das im Herbst in Wien stattfindet. Dabei sollen die in dieser Zeit entstandenen Kompositionen innerhalb der dabei formierten Ensembles präsentiert werden. Die Ensemblegröße ist dabei sehr variabel und wird vom Trio bis hin zum großen Ensemble reichen.
Der Ticketerlös kommt als Gage den MusikerInnen zuteil und dient als Finanzierung der Veranstaltung, der CD-Verkauf fließt direkt an die Künstler, ein kleiner Aufpreis auf die Produkte (3€) fließt wiederum in den Finanzierungstopf der Veranstaltung und somit zu den MusikerInnen. 

Die im Home-Office aufgenommenen Stücke werden zusammen mit einem Live Mitschnitt vom Festival auf einer Doppel CD veröffentlicht, deren Erlös wiederum in das Festival und die CD Produktion fließt.

Wir wollen mit der Komposition, den Aufnahmen und der Erarbeitung der Musik uns und den beteiligten MusikerInnen ein Stück weit Normalität und Arbeitsalltag zurückgeben und auch finanziell zumindest einen Teil des verlorenen Einkommens kompensieren. 

Derart facettenreich und mit so großem Output zu komponieren und zudem all die organisatorischen, administrativen Aufgaben des Vorhabens zu bewältigen wäre während des normalen Konzertbetriebs schlicht und ergreifend nicht möglich und dazu möchten wir die momentane Leerzeit nutzen.

Durch die Produktion der „Social Distancing“-Aufnahmen und des Live Mitschnitts beim Festival sollen ein künstlerischer Vergleich und eine Gegenüberstellung der verschiedenen Arbeitssituationen für die Musiker sichtbar und hörbar werden. Einerseits in der eingeschränkten Situation als Teil einer separiertes Aufnahmekette im „Home Studio“ andererseits als interaktiver Teil eines Ensembles mit verstärktem Fokus auf Improvisation. 

 

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